Susanne Pfannendörfer ist die erste Ehefrau des früheren Fußball-Nationalspielers Mehmet Scholl und die Mutter seines ältesten Sohnes Lucas. Wer nach ihr sucht, stößt allerdings schnell auf widersprüchliche Angaben zu Alter, Beruf und heutigem Leben. Besonders aufschlussreich ist deshalb ein zeitgenössischer Bericht aus dem Dezember 1996: Die Berliner Zeitung bezeichnete Pfannendörfer damals ausdrücklich als Bankkauffrau – eine wesentlich belastbarere Spur als neuere Webseiten, die sie ohne erkennbare Grundlage etwa zur Journalistin erklären.

FaktÖffentlich belegter Stand
NameSusanne Pfannendörfer
Bekannt alsErste Ehefrau von Mehmet Scholl
Ehe1993 bis 1996
Beruf1996 als Bankkauffrau bezeichnet
Gemeinsames KindLucas-Julian Scholl, geboren am 5. Juli 1996
Geburtsdatum / AlterÖffentlich nicht zuverlässig dokumentiert
Heutiger Beruf / WohnortÖffentlich nicht zuverlässig dokumentiert

Wer ist Susanne Pfannendörfer?

Pfannendörfers öffentliche Bedeutung ergibt sich vor allem aus ihrer Verbindung zu Mehmet Scholl. Der gebürtige Karlsruher spielte zunächst beim Karlsruher SC und wechselte zum 1. Juli 1992 zum FC Bayern München. Die Ehe mit Susanne Pfannendörfer folgte 1993. Das DFB-Datencenter führt Scholl von 1992 bis 2007 beim FC Bayern; 1996 wurde er zudem mit Deutschland Europameister und gewann mit Bayern den UEFA-Pokal.

Wann und unter welchen Umständen sich das Paar genau kennenlernte, ist weniger präzise dokumentiert. Ein Bericht der Berliner Zeitung von 1996 schreibt, Scholl habe Pfannendörfer bereits während seiner Jahre beim Karlsruher SC kennengelernt. Weitergehende Erzählungen über einen konkreten Ort des Kennenlernens finden sich zwar im Netz, sind aber deutlich schwächer belegt.

Ein Bericht von 1996 klärt die Frage nach ihrem Beruf

Gerade beim Beruf von Susanne Pfannendörfer zeigt sich, warum ältere Originalberichterstattung wichtiger ist als moderne Promi-Datenbanken. Die Berliner Zeitung nannte sie am 19. Dezember 1996 eine Bankkauffrau und schrieb, sie habe damals sogar weiterhin Scholls Einkommen verwaltet. Die Zeitung charakterisierte ihre berufliche Entwicklung zudem als steil.

Das ist relevant, weil inzwischen andere Angaben kursieren. Eine 2026 veröffentlichte Namensseite nennt Pfannendörfer beispielsweise „Journalistin“ mit angeblichem Schwerpunkt Politik und behauptet zusätzlich ein ungefähres Geburtsjahr, Vermögen und weitere biografische Details – ohne dafür nachvollziehbare Primärquellen vorzulegen. Solche Angaben lassen sich nicht seriös bestätigen.

Sicher lässt sich deshalb formulieren: 1996 wurde Susanne Pfannendörfer als Bankkauffrau beschrieben. Ob sie später den Beruf wechselte, ist öffentlich nicht dokumentiert. Für eine Tätigkeit als Journalistin oder Fernsehmitarbeiterin gibt es bislang keine belastbare Bestätigung.

1996: Geburt von Lucas Scholl und Ende der Ehe

Das Jahr 1996 war für die Familie ungewöhnlich ereignisreich. Noch im Frühjahr wurde das Paar gemeinsam bei Veranstaltungen rund um den FC Bayern fotografiert. Ein IMAGO-Archivbild vom 18. Mai 1996 zeigt Mehmet Scholl mit seiner damaligen Ehefrau im Münchner Olympiastadion.

Am 5. Juli 1996 wurde Sohn Lucas-Julian Scholl geboren. Das Datum bestätigt heute der FC Bayern selbst in Lucas Scholls offiziellem Trainerprofil.

Nur rund drei Monate später war die Ehe faktisch am Ende. Die Berliner Zeitung berichtete im Dezember 1996 rückblickend, Susanne sei im Oktober ausgezogen. Auch die WELT ordnete die Trennung später ausdrücklich in den Oktober 1996 ein und zitierte Scholls damalige Aussage, dass ihm die Trennung erheblich zugesetzt habe.

Zu den Ursachen erschienen schon damals Berichte. Eine eigene öffentliche Darstellung Pfannendörfers ist jedoch nicht dokumentiert. Deshalb wäre es unseriös, die damaligen Boulevard- und Medienversionen der Trennung heute als zweifelsfrei bestätigte Tatsachen über ihre Motive darzustellen.

Susanne Pfannendörfer verschwand nicht sofort vollständig aus der Öffentlichkeit

Oft entsteht der Eindruck, Pfannendörfer sei nach 1996 überhaupt nicht mehr öffentlich gesehen worden. Auch das ist zu pauschal. Ein Bild im IMAGO-Archiv dokumentiert sie am 16. Januar 2000 gemeinsam mit Lucas beim DFB-Hallenpokal beziehungsweise Hallenmasters in München.

Eine eigene Medienkarriere lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Es gibt keine belastbare Serie von Interviews, Fernsehformaten oder öffentlichen Funktionen unter ihrem Namen. Pfannendörfer blieb vielmehr eine Person, die gelegentlich im familiären Umfeld des Fußballs fotografiert wurde, ohne selbst eine klassische Prominentenrolle aufzubauen.

Sohn Lucas blieb dem FC Bayern verbunden

Der gemeinsame Sohn Lucas Scholl schlug selbst den Weg in den Fußball ein. Laut DFB-Datencenter spielte er unter anderem für die U17 und U19 des FC Bayern sowie für Bayern München II und anschließend für Wacker Nordhausen und den VfR Garching.

Inzwischen hat sich die Verbindung zum FC Bayern auf die Trainerseite verlagert. Der Verein führt Lucas aktuell als Assistenztrainer der FC Bayern Global Academy. Dort gehört er zum Trainerstab eines Programms für internationale Nachwuchsspieler.

Damit bleibt der Name Susanne Pfannendörfer auch drei Jahrzehnte nach ihrer Ehe mit Mehmet Scholl in aktuellen Suchergebnissen präsent: nicht durch neue eigene Auftritte, sondern häufig über die inzwischen erwachsenen Kinder und die weiterhin öffentlich verfolgte Familie Scholl.

Was ist über Susanne Pfannendörfer heute bekannt?

Gerade hier endet der belastbare Teil ihrer Biografie vergleichsweise früh. Ein Geburtsdatum oder verlässlich berechenbares Alter ist in seriösen öffentlich zugänglichen Quellen nicht dokumentiert. Ebenso fehlen bestätigte aktuelle Angaben zu Arbeitgeber, Wohnort, neuem Partner oder Vermögen.

Auch ein eindeutig verifiziertes öffentliches Instagram-Profil lässt sich nicht feststellen. Das bedeutet nicht, dass Pfannendörfer keine sozialen Medien nutzt – lediglich, dass ein entsprechender Account nicht seriös ihr zugeordnet werden kann.

Beim Familienstand gilt dasselbe Prinzip. Öffentlich bestätigt ist die frühere Ehe mit Mehmet Scholl von 1993 bis 1996 und der gemeinsame Sohn Lucas. Namen von Eltern oder Geschwistern sowie eine spätere Ehe oder Partnerschaft sind dagegen nicht verlässlich dokumentiert. Aktuelle Medienberichte erwähnen Pfannendörfer weiterhin hauptsächlich als Mutter von Lucas beziehungsweise als Scholls erste Ehefrau.

Der interessanteste Befund ist deshalb weniger ein verborgenes Promi-Leben als die Diskrepanz zwischen Internetbehauptungen und zeitgenössischen Quellen: Susanne Pfannendörfer war in den 1990er-Jahren nicht nur „die Frau von Mehmet Scholl“. Eine damalige Zeitung dokumentierte sie als beruflich aktive Bankkauffrau. Alles, was darüber hinaus über Alter, journalistische Karriere, Vermögen oder heutige Lebensumstände behauptet wird, braucht dagegen deutlich bessere Belege.

Quellen

siehe auch : Katja Runge: Journalistin, Regisseurin und Filmemacherin bei Radio Bremen


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